Die Preisträger 2008: von links DGK-Präsident Prof. Dr. Dr. h.c. Gerd Heusch, Matthias Lapp, den Wissenschaftlern Carina Gross und Dr. Thomas Thum, Tagungspräsident Prof. Dr. Dr. Hans Michael Piper und Marianne Lapp. Foto: Thomas Hauss

Grundlage für neue Therapie-Ansätze bei Herzinsuffizienz
16. Oskar-Lapp-Forschungspreis für Würzburger Wissenschaftler

Stuttgart im April 2008

Herzinsuffizienz ist eine der häufigsten Erkrankungen weltweit. Dabei ist das Herz nicht mehr in der Lage, den Körper mit ausreichend Blut und Sauerstoff zu versorgen. Jetzt gibt es neue Hoffnung für die Kranken. Die beiden Wissenschaftler Carina Gross vom Rudolf-Virchow-Zentrum der Universität Würzberg und Dr. Thomas Thum von der Medizinischen Klinik 1 an der Universität Würzburg haben neue Therapie-Ansätze bei Herzinsuffizienz erforscht.

Dafür wurden die beiden Wissenschaftler jetzt mit dem Oskar-Lapp-Forschungspreis ausgezeichnet. Er ist mit insgesamt 12.000 Euro dotiert. Der Preis wurde im Beisein von Marianne und deren Sohn Matthias Lapp im Rahmen der 74. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie- Herz- und Kreislaufforschung e.V. (DGK) in Mannheim überreicht.

Die Oskar-Lapp-Stiftung besteht seit 16 Jahren und wurde zu Ehren des Stuttgarter Unternehmers Oskar Lapp gegründet, der am 25. April 1987 an einer Herzkrankheit starb. Stifterin des Preises ist die Unternehmerfamilie Lapp. Ursula Ida Lapp: „Wir wollen mit der jährlich verliehenen Auszeichnung junge Medizin-Wissenschaftler motivieren, sich gezielt in der Herz-Kreislaufforschung zu engagieren. Wir brauchen dringend neue und bessere Therapiemöglichkeiten für Herzkranke.“
Konkret haben die beiden Preisträger Carina Gross und Dr. Thomas Thum herausgefunden, dass eine bestimmte MicroRNA (MicroRNAs sind kleine körpereigene Moleküle, die viele Prozesse im Köper steuern) eine besondere Rolle bei der Entstehung von Herzinsuffizienz spielt. Bei Versuchen mit Zellkulturen, Zebrafischen und Mäusen ist es den Wissenschaftlern gelungen, diese MicroRNA auszuschalten und so die Versorgung des Körpers mit Blut und Sauerstoff zu verbessern. Carina Gross und Dr. Thomas Thum: „Daraus könnten auch für den Menschen Therapien bei Herzinsuffizienz entstehen. Das kann allerdings noch einige Jahre dauern.“

Dem Kuratorium der Oskar-Lapp-Stiftung gehören Prof. Dr. Gunther Arnold (DGK), Dr. Rolf Thieringer (1. Bürgermeister der Landeshauptstadt Stuttgart a. D.), Prof. Dr. Roderich C. Thümmel (Thümmel, Schütze & Partner) und Prof. Dr. Thomas Nordt (Katharinenhospital Stuttgart) an.

Mitglieder des Preisrichterkuratoriums sind: Prof. Dr. Karsten Schrör (Düsseldorf), Prof. Dr. Thomas Nordt (Katharinenhospital Stuttgart), Prof. Dr. Hugo A. Katus (Heidelberg) Prof. Dr. Ulrich Pohl (München) Prof. Dr. Sigmund Silber (München) und Prof. Dr. Gerd Hasenfuß (Göttingen).

Informationen zur Lapp Gruppe

Die Lapp Gruppe mit Stammsitz in Stuttgart-Vaihingen, ist mit 3000 Mitarbeitern, 56 eigenen Gesellschaften und 100 Vertretungen, weltweit einer der führenden Hersteller und Zulieferer von hochflexiblen Kabeln, Leitungen, Kabelzubehör, Industriesteckverbindern, Kabelkonfektionen und Kommunikationstechnik.

Foto: Lapp Kabel

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